Festnahme nach anhaltenden Fahndungsmaßnahmen in Neunkirchen

SEK  Einsatz in der Marienstrasse -Nach dem Mann wurde gefahndet Festnahme nach anhaltenden Fahndungsmaßnahmen in Neunkirchen

Am Samstagabend kam es in der Marienstraße, Innenstadtbereich von Neunkirchen, zu einem größeren Polizeieinsatz bei dem eine 23 jährige männliche Person durch Spezialeinsatzkräfte festgenommen wurde (wir haben darüber berichtet).
Die Person steht im dringenden Tatverdacht in den frühen Morgenstunden des Samstags, 23.03.2019 einem 59 jährigen männlichen Geschädigten in der Neunkircher Innenstadt nahe eines Bankautomaten aufgelauert zu haben. Nachdem der Geschädigte die Bargeldabhebung getätigt hatte, näherte sich der Tatverdächtige und forderte unter Vorhalt einer Schusswaffe die Herausgabe des Geldes. Die Tat konnte durch den Geschädigten vereitelt werden. Der Geschädigte blieb augenscheinlich unverletzt. Der Tatverdächtige konnte in unbekannte Richtung flüchten (wir haben darüber berichtet)
Es besteht des Weiteren der dringende Tatverdacht, dass die festgenommene Person in der Nacht vom 24.02.2019 auf den 25.02.2019 ebenfalls im Bereich der Marienstraße im Neunkircher Innenstadtbereich auf zwei Polizeibeamte geschossen hat.
Hintergrund für diesen Polizeieinsatz waren Überprüfungen der Polizei in Neunkirchen nach einem vorangegangenen Rollerdiebstahl. Der Tatverdächtige hatte den zuvor entwendeten Roller zum Verkauf angeboten.
Der entwendete Roller konnte von den Beamten vor Ort festgestellt werden. Beim Herantreten an den Verkäufer zog dieser eine Schusswaffe und richtete sie auf die eingesetzten Polizisten. Die Beamten zogen sich daraufhin zurück. Der Tatverdächtige schoss zweimal in Richtung der Polizeibeamten bevor er die Flucht ergriff.
Sofort Eingeleitete Such. – und Fahndungsmaßnahmen blieben bislang ohne Erfolg.
Einen Hinweis zur tatverdächtigen Person und deren Aufenthaltsort, erhielt die Polizei am 04.04.2019 im Rahmen eines anderen Polizeieinsatzes.
Durch Zeugenaussagen wurde o. g. Tatverdächtiger in Zusammenhang mit den v. g. Taten gebracht. Auch wurden die Informationen über den Besitz einer Schusswaffe bestätigt.
Aufgrund der Informationen kam es am 04.04.2019 schon einmal zu einem Einsatz von Spezialeinsatzkräften im Bereich der Marienstraße in Neunkirchen, welcher jedoch nicht zur Ergreifung des Tatverdächtigen führte.
Der Tatverdächtige, welcher sich seit dem 25.02.2019 verborgen hielt, meldete sich schließlich am gestrigen Abend telefonisch bei der Polizei.
Vermutlich dem Fahndungsdruck erlegen, gab der Tatverdächtige in dem Telefonat an, sich stellen zu wollen, bekräftigte aber weitere hin den Besitz einer Schusswaffe.
Der Bereich wurde umgehend durch ein Großaufgebot der Polizei weiträumig abgesperrt.
Da der Tatverdächtige nicht dazu bewegt werden konnte, das Gebäude zu verlassen, wurde die Wohnung durch Spezialeinsatzkräfte betreten, wo die Person widerstandslos festgenommen werden konnte. Die Schusswaffe wurde aufgefunden und gesichert. Weitere Untersuchungen laufen.
Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat Antrag auf Untersuchungshaft gestellt.
Der Tatverdächte wurde gegen 12 Uhr beim zentralen Bereitschaftsgericht in Saarbrücken vorgeführt.
Nach entsprechendem Sachvortrag wurde dem tatverdächtigen der Haftbefehl ( Untersuchungshaft ) verkündet.
Im Anschluss wurde der Tatverdächtige ohne besondere Vorkommnisse der JVA in Saarbrücken zugeführt.

text.polizei neunkirchen
foto.zbs -blp
red.zbs