Entschärfung der Bombe erfolgreich durchgeführt

Evakuierungsbereich in der Neunkircher Innenstadt freigegeben. Entschärfung der Bombe erfolgreich durchgeführt

Bei den Bauarbeiten „Bliesterrassen“ wurdeeine US-amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ausgegraben. Die notwendige Entschärfung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst ist heute inzwischen erfolgt.
Der Evakuierungsbereich von rund 300 Metern um den Fundort ist wieder für die
dort lebenden rund 2500 Personen frei gegeben. Dazu sind auch die notwendigen Absperrungen aufgehoben worden.
Die Anwohner des Evakuierungsbereichs waren aufgefordert, ihre Wohnung und die Sperrzone am 18. Februar 2018 bis 7 Uhr zu verlassen. Die Polizei hatte ab 7 Uhr den Bereich abgesperrt und kontrolliert, dass sich dort niemand mehr in einem Haus oder im Freien aufhält.
Anwohner, die nicht zu Verwandten oder Freunden konnten, gingen in die Neue Gebläsehalle oder zum Buswarteplatz Gustav-Regler-Straße. Vom Busbahnhof aus wurden Busse zum NVG-Gelände, Wellesweilerstraße oder zur Sporthalle Wellesweiler eingesetzt. Dort waren entsprechende Aufenthaltsmöglichkeiten vorgesehen.
Ca. 210 Personen nutzten die Neue Gebläsehalle, ca. 30 die Halle der NVG, Wellesweiler spielte mit zwei Personen „keine Rolle“. Ca. 25 Personen nutzen das Angebot des Zoos der früheren Öffnungszeit.
Dies bedeutet, dass rund 10 % der zu evakuierenden Personen diese Angebot genutzt haben – dies entspricht den Erfahrungswerten anderer Bombenentschärfungen in dicht besiedelten Städten.

Gemeldet sind im zu evakuierenden Bereich 2.480 Personen in 1.675 Haushalten. Besondres sensibel war die Evakuierung zweier Seniorenzentren sowie einer Wohngruppe, welche in Eigenregie bzw. mit Transportwagen des Roten Kreuzes durchgeführt worden ist.
Die Kontrolle und Durchführung der Evakuierung war bis 10.42 Uhr abgeschlossen. Bereits schon nach gut einer Stunde war die Evakuierung in vier der sechs Teilbereiche abgeschlossen.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat dann die Entschärfung zwischen 10.42 Uhr und 11.15 Uhr erfolgreich durchgeführt und die Bombenteile abtransportiert.
Einsatzleiter, BürgermeisterJörg Aumann dankte zunächst als zuständiger Sicherheitsdezernent den Bewohnern im Gebiet, die „bis auf ganz wenige Ausnahmen in vorbildlicher Weise und sehr diszipliniert der Allgemeinverfügung Folge geleistet haben, so dass sich der Einsatzstab im Rathaus bzw. die Polizei vor Ort früh auf die ganz wenigen Problemfälle konzentrieren konnte“.
Die Polizei musste keine Platzverweise erteilen, nur einem Fall mussten die Beamten eine Identitätsfeststellung durchführen. Wohnungen wurden von der Polizei keine geöffnet und es wurden auch keine Menschen in Gewahrsam genommen
Insgesamt waren gut 500 Kräfte der unterschiedlichen Organisationen im Einsatz .
Dazu zählen: Kreisstadt Neunkirchen, Polizei, Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD), Katastrophenschutz: Feuerwehr, THW, Rettungsdienste ASB, DLRG, DRK, MHD, und Privater Rettungsdienst, Krisenintervention Saarland, NVG. Dazu gab es regelmäßige Sitzungen in unterschiedlichen Konstellationen. Der entsprechende Einsatzstab arbeitete vom Neunkircher Rathaus aus.
Für das Evakuierungsgebiet gab es sechs räumlich unterschiedliche Unterabschnitte geben. In jedem Unterabschnitt waren 30 Evakuierungshelfer-Teams im Einsatz, welche die einzelnen Gebäude überprüften. Die Leiter der Unterabschnitte haben, jeweils die vollzogene Evakuierung an den Einsatzstab im Rathaus gemeldet.
Der Einsatzstab hatte dann nach der Entschärfung um 11.15 Uhr Entwarnung erteilt.
Dies bedeutet, dass bereits nach gut vier Stunden nach dem Beginn der Evakuierung die Menschen zurück in ihre Wohnungen konnten und das „Leben wieder seinen gewohnten Gang ging.
Dies sei, so Einsatzleiter Aumann, vor allem der hervorragenden Vorbereitung durch das städtische Ordnungsamt (Holger Janes, Tina Keller), unterstützt durch KBI Werner Thom vom Katastrophenschutzamt des Landkreises und Peter Lorenz vom Zweckverband für Rettungsdienste ZRF zu verdanken.
Jörg Aumann dankt auch seinen Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung, die sich freiwillig zum Dienst gemeldet hatten und für schnelle und effiziente Umsetzung und Lösungen gesorgt haben. Dies gelte auch für den Betriebshof ZBN für den Einsatz bei den Straßensperrungen.
Sein Dank geht auch an THW, MHD, Rotes Kreuz und DLRG für Transport, Versorgung und Betreuung; an die NVG für die Logisitk und die Unterkunft in der NVG-Halle; an den Zoo für die frühe Öffnung.
„Danken möchte ich auch unserer Kulturgesellschaft, die die Gebläsehalle über Nacht zur Notunterkunft umgebaut hat. Mein Dank geht auch an die Medien für die gute, unaufgeregte und hilfreiche Information der Menschen im Vorfeld. Das hat sehr geholfen“.
Zudem habe derLeiter desLPP 125 -KBD KampfmittelbeseitigungsdienstesDirk Otterbeinmit seinem Team bei der Sicherung im Vorfeld und heutigen Entschärfung der Bombe hervorragende professionelle Arbeit geleistet.
In den kommenden Tagen wird sich der erweiterte Gefahrenabwehrstab zur einer abschließenden Einsatzanalyse zusammensetzen.

text.stadt neunkirchen
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red.zbs