Drei Versammlungslagen und hohes Personenaufkommen

Ersten „verkaufsoffenen“ Samstag beschäftigen die Polizei in Saarbrücken.  Drei Versammlungslagen und hohes Personenaufkommen

Saarbrücken. Bereits am frühen Morgen machten an der Goldenen Bremm Grenzgänger und Gelbwesten auf ihre schwierige Situation im Zusammenhang mit den Schnelltests aufmerksam. Auf französischer Seite der Grenze machten ca. 200 Teilnehmer ihrem Unmut auf der Fahrbahn und im Kreisverkehr der Route Nationale, nahe des dortigen deutsch-französischen Testzentrums Luft. Französische und deutsche Polizei arbeiteten Hand in Hand und sorgten für einen weitestgehend reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Der Betrieb des gut besuchten Testzentrums wurde durch die Veranstaltung, die von 10:00 Uhr bis 11:45 Uhr dauerte, nicht beeinflusst. Lediglich Verkehrsbehinderungen waren auf beiden Seiten der Grenze nicht zu vermeiden.
Weiter ging es für die Saarbrücker Polizei mit einer Versammlung, die im Bereich des Stadens von Kritikern der Corona-bedingten Einschränkungen angemeldet worden war. Saaranlagen und Wege waren von der Stadt bereits früh am Morgen abgesperrt und als Veranstaltungsfläche markiert worden. Kurz vor dem avisierten Beginn um 15:00 Uhr wurde die demonstrative Aktion von der Anmelderin abgemeldet. Nach ihren Angaben wollte sie auf die Veranstaltung aufgrund der Vorgaben durch die Versammlungsbehörde und die schlechte Wetterlage verzichten. Trotzdem sammelten sich vor Ort 100-150 Menschen, die sich der Versammlung ursprünglich anschließen wollten. Hier musste die Polizei schließlich einschreiten, um die Einhaltung der geltenden Corona-Rechtsverordnung in dem auch von Passanten gut besuchten
Naherholungsgebiet durchzusetzen. Der Einsatz von rund 30 Beamtinnen und Beamten sowie mehrere Lautsprecherdurchsagen waren erforderlich, um die Personen vor Ort zum Gehen zu bewegen und dabei die notwendigen Abstände einzuhalten. Zum Teil widerwillig und immer wieder im kurzen Zusammenschluss wanderten die vom Ort Verwiesenen in Richtung Innenstadt. Da man auch hier mehrfach zusammenrückte und insbesondere an Ampelanlagen und in den engen Zuwegungen des Sankt Johanner Markts Gruppen bildete, waren die insgesamt rund 100 eingesetzten Polizeikräfte erneut im Bereich der belebten Fußgängerzonen im Einsatz. Einkäufer, Spaziergänger und Personen aus den abwandernden Gruppen wurden aufgefordert, auf den erforderlichen Abstand zu achten.
Erschwert wurde die Gesamtsituation in der Innenstadt dabei auch noch durch eine Demonstration an der Europagalerie, die kurzfristig angemeldet wurde und an der 30 Personen teilgenommen haben. Auch diese Versammlung wurde von der Polizei geschützt und verlief schließlich störungsfrei.
Insgesamt war also am Samstag in der Saarbrücker Innenstadt und am Staden trotz phasenweise sehr schlechtem Wetter sehr viel los. Aus Sicht der Polizei waren viele Aufforderungen zum ordnungsgemäßen Verhalten der Anwesenden und auch Sensibilisierungen erforderlich. Auch Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren werden die Saarbrücker Dienststellen noch weiter beschäftigen. In drei Fällen wurden Verfahren wegen Verstößen gegen die Rechtsverordnung zur Bekämpfung der Corona Pandemie eingeleitet. Leider waren auch zwei Körperverletzungsdelikte und ein Ladendiebstahl auf der Tagesordnung des Samstagnachmittags.

text.Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt
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red.zbs / mp