Privat-Anzeigen gegen Gefährdungsparker im Februar

Weiterhin zugeparkte Radwege in Saarbrücken.  Privat-Anzeigen gegen Gefährdungsparker im Februar

Die Mitglieder der „Initiative Radfahren in Saarbrücken (IRIS)“ setzen sich für ein sicheres Radfahren ein. Sie haben im Februar 2020 beim Ordnungsamt insgesamt 189 Privatanzeigen estellt. Diese richteten sich gegen PKW- und LKW-Fahrer, die mit ihren Fahrzeugen die Radwege versperren. Dadurch werden Radfahrer zum Ausweichen auf die normale Fahrbahn gezwungen, was mit erheblichen Gefahren verbunden ist. Schwerpunkte des Gefährdungsparkens sind seit langem der Stadtgraben, die Mainzer, Bleich- und Dudweiler Straße. Vor allem an Sonntagen und in den späten Abendstunden sind weite Teile der Radwege zugeparkt.Seit Aufnahme der Aktivitäten von IRIS konnten die Mitglieder ein partielles Anpassen des Parkverhaltens beobachten. Die Falschparker wichen z.B. in der Bleichstraße verstärkt auf den Gehweg aus, um den Radweg freizugeben. Ein derartiges Verhalten werde allerdings von IRIS auch nicht akzeptiert. Zum einen werde dadurch der Platz für Fußgänger, Rollstuhlfahrer und andere Nutzer des Gehwegs unangemessen eingeschränkt. Da die Gehwege nicht für das Gewicht von Autos ausgelegt seien, sei die Stadt früher oder später zu kostspieligen Instandhaltungsarbeiten genötigt. Umso weniger verständlich sei es, dass die Leitung des Ordnungsamtes die Mitarbeiter nicht gezielt in solchen Straßenabschnitten einsetze. Angesichts der völligen Ignoranz vieler Autofahrer sei nicht zu erwarten, dass die inzwischen deutlich erhöhten Bußgelder für Radwegparken zu einer Verhaltensänderung führe. Es sei weiterhin dringend erforderlich, dass die Stadt regelmäßig Autos von Geh- und Radwegen abschleppe. Die Aktion wird fortgeführt. Privat-Anzeigen können von jedem über ein Formular des Ordnungsamtes oder die Wegeheld-App schnell und einfach erstellt werden.

text.IRIS Intiative Radfahren in Saarbrücken
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red.zbs / mp