Inflationsrate im März rückläufig

Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Saarland im März 2020 verlangsamt. Inflationsrate im März rückläufig

Wie das Statistische Amt des Saarlandes mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent gestiegen. Im Februar 2020 lag die Inflationsrate noch bei 1,5 Prozent. Binnen Monatsfrist hat sich der Index um 0,1 Prozent auf einen aktuellen Stand von 105,3 (Basisjahr 2015=100) erhöht. Der aktuelle Verfall der Rohölpreise geht für die privaten Haushalte mit deutlichen Preisvorteilen bei den einschlägigen Produkten einher. Die Heizölpreise lagen im März um 7,7 Prozent unter dem Vormonatswert und um 20,2 Prozent unterhalb des vergleichbaren Vorjahreswertes. Die Preise an den Tankstellen lagen um je 4,9 Prozent unter dem Vormonats- und dem Vorjahreswert. Auch die Fernwärmepreise gingen im Vorjahresvergleich um 7,7 Prozent zurück. Während der Gaspreis um 1,5 Prozent gesunken ist, stiegen die Entgelte für Elektrizität binnen Jahresfrist im Schnitt um 4,1 Prozent an. Überdurchschnittlich fiel im Jahresvergleich der Anstieg der Nahrungsmittelpreise mit einem Plus von durchschnittlich 4,0 Prozent aus. Auffällig war hierbei ein Anstieg der Preise für Fleisch und Fleischwaren um 9,8 Prozent. Auch bei den Obstpreisen wurde mit einem Plus 9,6 Prozent ein überdurchschnittlicher Anstieg berechnet. Während Vollmilch sich um 5,2 Prozent verteuerte, sind die Preise für Butter im Schnitt um 12,4 Prozent gesunken. Der durchschnittliche Preis von Toilettenpapier blieb übrigens im März im Vergleich zum Vormonat unverändert.

Die Presseinformation enthält vorläufige Ergebnisse der Berechnungen zum saarländischen Verbraucherpreisindex. Endgültige Ergebnisse werden mit dem Statistischen Bericht MI2 im Internet veröffentlicht (www.statistik.saarland.de).
Erläuterung: Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 2,0 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr z. Bsp. 1 000 Euro gekostet hat, heute 20 Euro oder 2,0 Prozent mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden. Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen. Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend den jeweiligen Ausgabenanteilen eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt.

text.Statistische Amt des Saarlandes
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red.zbs / mp