Erfolgreiche Leistungsschau der Quierschieder Feuerwehr

Übung und Ausbildung zahlen sich einfach aus Erfolgreiche Leistungsschau der Quierschieder Feuerwehr

„Die Quierschieder Bürgerinnen und Bürger können sich auf ihre Wehr verlassen“, sagte Bürgermeister Lutz Maurer vergangenen Samstag nach der Jahreshauptübung der freiwilligen Feuerwehr Quierschied und der dazugehörigen Jugendwehr gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz, „unsere aktive Wehr hat wieder einmal bewiesen, wie professionell sie arbeitet und zu welchen Leistungen sie fähig ist. Und man konnte sehen, wie gut der Feuerwehrnachwuchs ausgebildet ist.“
Gut 250 Zuschauerinnen und Zuschauer waren zur Jahreshauptübung an die Grundschule nach Fischbach gekommen. Dort sollte – so das vorgegebene Übungsszenario – ein Materiallager mit Lacken, Farben und Lösungsmitteln in Brand geraten, Personen durch Rauch und Flammen im Gebäude eingeschlossen worden sein. Die wurden von neun sogenannten Opferdarstellern sehr realistisch dargestellt. Die Verletzungen waren zwar „nur“ geschminkt, Schmerzenschreie, Tränen und Husten wirkten dennoch täuschend echt. „Das intensiviert die Übung natürlich für die Einsatzkräfte“, sagte Quierschieds Wehrführer Christian Peter.
Die angerückte Wehr richtete an einem Einsatzleitwagen (ELW) eine Kommando- und Koordinationsstelle des Einsatzes ein. Mit Dreh- und Steckleitern und unter Atemschutz wurde zum einen die Brandbekämpfung aufgenommen, zum anderen die Bergung der Verletzten durchgeführt. „Der Einsatz des ELW hat sich bewährt. Der Ablauf war trotz der Enge des Schulhofes gut koordiniert und verlief reibungslos“, urteilte der Kreisbrandinspekteur des Regionalverbandes Tony Bender. Die Geborgenen wurden dann am vom DRK eingerichteten Verbandsplatz den Ersthelfern zugeführt. „Wir arbeiten ja auch bei realen Einsätzen im ganzen Jahr hervorragend zusammen“, erklärte DRK-Abschnittsleiter Frank Schneider, der neben den Opferdarstellern auch 15 Helferinnen und Helfer im Einsatz hatte, „allen hat es Spaß gemacht, die Zusammenarbeit und Absprachen verliefen routiniert und gut.“
Davon konnte sich auch Patrick Weydmann, der Bürgermeister der Nachbarkommune Merchweiler überzeugen. Hier gibt es im Bereich der Brandbekämpfung nicht nur eine unbürokratische, interkommunale Zusammenarbeit über die Kreisgrenze, sondern auch ein enges kameradschaftliches Verhältnis unter den Wehrleuten. „Wir arbeiten in unserer Ausbildung Woche für Woche auf gewisse Ziele hin und überprüfen diese dann auch immer wieder. Die Jahreshauptübung bietet dann noch einmal die Gelegenheit, das Zusammenspiel und den Ablauf im Ganzen zu beurteilen“, sagte Wehrführer Peter und zog insgesamt ein positives Fazit: „Übung und Ausbildung zahlen sich einfach aus. Es war eine saubere Zusammenarbeit aller Kräfte.“
Dies bewiesen auch die insgesamt 27 Kinder- und Jugendlichen, die derzeit in der Quierschieder Jugendwehr aktiv sind. Sie hatten es in ihrem Einsatzszenario mit einem ausgedehnten Brand in einer Schreinerei an der Schule zu tun. Schnell war die Einsatzbereitschaft hergestellt. Dem – Gott sei Dank fiktiven – Brand wurde mit fünf Schläuchen zu Leibe gerückt. Dabei wird im Bereich der Jugendwehr natürlich auch besonderer Augenmerk auf den Einsatz von altersgerechtem Gerät gelegt, gerade was die Dimensionierung der Wasserschläuche angeht. „Auch hier wurde gezeigt, welch hervorragenden Ausbildungsstand unser Feuerwehrnachwuchs besitzt. Mein Dank geht ganz besonders an die Ausbilderinnen und Ausbilder, denen die Nachwuchsförderung spürbar eine Herzensangelegenheit ist“, sagte Bürgermeister Maurer, von Amts wegen auch Chef der Wehr. „Die Jahreshauptübung war ein Erfolg“, betonte Maurer, „aber unsere Feuerwehrfrauen und -männer stellen sich das ganz Jahr ehrenamtlich in den Dienst für unsere Gesellschaft. Wir als Verwaltung und auch der Gemeinderat werden sie dabei auch künftig bestmöglich unterstützen.“

text.gemeinde quierschied
foto.Patrick Weydmann
red.zbs