Bronze Medaille für Boris auch beim European Open Turnier in Posen/Polen

Mit dabei Zwei Athleten der BRS Gersweiler Anita Raguwaran und Boris Nicolai Bronze Medaille für Boris auch beim European Open Turnier in Posen/Polen

Der deutschen Nationalmannschaft wurden bei diesem Turnier 10 Startplätze zugeteilt, sodass alle Spieler/innen der Nationalmannschaft die Möglichkeit bekamen im Einzel sowie auch im Pair/Mannschaft zu starten.
Die Anreise, teilweise bis zu 1000 km, wurde individuell gestaltet, da die Athleten aus Süd und Norddeutschland verteilt sind. Teilweise mit kleinen Bussen, PKW und Bahn sowie viel Optimismus und genügend Bälle im Gepäck ging es nach Posen.
Nach dem Materialcheck, etwas Training und der Eröffnungsfeier stand zunächst der Einzelwettbewerb auf dem Turnierplan. Insgesamt waren 72 Spieler aus 9 Nationen am Start.
In der Klasse BC4 starteten Anita Raguwaran, Boris Nicolai aus Gersweiler und Bastian Keller aus Markgröningen. Diese 3 Spieler waren auch schon bei der WM in Liverpool, 3 Wochen zu vor am Start. Die Klasse BC4 war für ein European Open Turnier, welches 3 mal im Jahr ausgerichtet wird, sehr stark besetzt. Die frischgebackenen Weltmeister im Pair dieser Klasse aus der Slowakei, Sergey Safin Vizeeuropameister und Artem Kolinko Platz 3 der EM. Ebenso unser Spieler Boris Nicolai der Drittplatzierte der WM ging an den Start.
Da Anita und Bastian in der gleichen Gruppe starteten zusammen mit Artem Kolinko aus der Ukraine und Sergey Safin aus Russland, mussten sie gegeneinander. Zunächst verlief die Partie ausgeglichen. Nach 3 Sätzen stand es Unentschieden 2:2. Im vierten Satz konnte Anita eine Schwächephase von Bastian ausnutzen und gewann das Spiel mit 5:2.
Es gelang leider kein weiterer Sieg der beiden deutschen Spieler in Ihrer Gruppe, sodass Anita den 3 Platz und Bastian den 4 Platz in der Gruppe belegten.
Boris Nicolai, der drittgesetzte dieses Turniers gewann seine ersten Spiele gegen Damir Juren aus Kroatien mit 6:1 und Gergo Berkes aus Ungarn mit 6:2. Das Match gegen die Slowakin Michaela Balcova ging jedoch verloren. Boris errang in seiner Gruppe den zweiten Platz und war somit für das ¼ Finale qualifiziert. Hier traf Boris auf den Ukrainer Artem Kolinko. Ein gut bekannter Spieler, denn vor 3 Wochen trafen die beiden bei der WM aufeinander. Boris Nicolai konnte sich wieder durchsetzen und gewann das Spiel verdient mit 5:2. Im Halbfinale wartete kein Geringerer als der an Nummer eins gesetzte und Weltmeister im Pairs Samuel Andrejcik aus der Slowakei. Andrejcik zeigte ein starkes Spiel und Boris konnte seine Leistung nicht zu 100 Prozent abrufen. Der Slowake war der verdiente Sieger dieser Partie. Im Spiel um Platz 3 zeigte Boris wieder eine gute Leistung. Er entschied das kleine Finale mit 7:2 gegen den Russen Ivan Frolov für sich.
Nach Platz 3 bei der WM in Liverpool im August, eine weitere Bronzemedaille für den Deutschen Spieler bei einem Weltranglistenturnier. Er verbesserte sich in der Weltrangliste auf Platz 6 und ist somit im Einzel aber auch im Pairs mit seinen Teamkollegen Bastian und Anita, Kandidat für die Paralympics 2020 in Tokio.
Im Pair und Teamwettbewerb waren die Leistungen schwankend.
Teilweise wurden gute Leistungen gezeigt, jedoch hat es für einen Sieg nicht gereicht. Manchmal war das Glück nicht auf der Seite des deutschen Teams, ein andermal war der Gegner einfach ein Stückchen besser.
Cheftrainer Edmund Minas und Teammanager Thomas Keller waren sich über das Fazit einig:
Mit der Bronzemedaille von Boris Nicolai im Einzel sowie teilweise gut gezeigten Leistungen die Hoffnung auf weitere Erfolge machen, konnte man unterm Strich zufrieden sein.

text.BRS
foto.Boris Nicolai
red.zbs