Fabian K. darf wieder zurück nach Deutschland

15-jähriger aus Ottweiler vom Jugendamt in Tschechien untergebracht. 15-jähriger aus Ottweiler vom Jugendamt in Tschechien untergebracht.

Von ZBS Redaktion

Fabian und seine Familie haben es geschafft das er wieder zurück nach Deutschland darf.

Das Jugendamt Neunkirchen hatte ihn in den Ort Letovice Kladoruby in Tschechien geschickt, die Familie ging an die Medien. Nun darf Fabian wieder zurück nach Deutschland.

Sein Hilferuf über die Öffentlichkeit hat man erhört. Das Jugendamt Neunkirchen hat nachgegeben und holt den 15-Jährigen zurück nach Deutschland! Möglicherweise darf Fabian sogar wieder zu seiner Mutter zurück.

Rückblick:

850 Kilometer entfernt von seiner Mutter wurde der 15-Jährige vor 1,5 Jahren gegen den Willen der Mutter in eine Pflegefamilie nach Tschechien verbracht. Fabian wollte heim, aber das Jugendamt Neunkirchen gestattete ihm nicht mehr nachhause zu gehen. Eine ziemlich heftige Reaktion des Jugendamtes auf sein Fehlverhalten, denn Fabian hatte nur einige Male die Schule geschwänzt und 1x Zigaretten geklaut. Fabian und seine Mutter machten nun über die Medien mobil

Fabian berichtet uns, er wollte mal von vorne erzählen wie es dazu kam.

Es fing alles an als er 6 Jahre war, da ist sein Vater und seine Oma verstorben. Mit 7 ist ein Bekannter dem er sehr nahe stand verstorben. Er sollte und musste am Stück zu Psychologen, er wollte es aber nicht, er musste.

Mit 10 Jahre konnte er den Stress mit der Schule nicht mehr aushalten. Er wurde jeden Morgen zusammen geschlagen. Er sagte, er war ein Opfer geworden von Mobbingaktionen der Schule. Aus dem Grund musste er auch in der Grundschule jeden Morgen zum Direktor. Dieser hätte einen Hass auf ihn gehabt, daher schwänzte er die Schule. Fabian kam dann auf eine andere Schule, wo er jeden Morgen gesagt hat, er habe Magenschmerzen. Er wurde dann von meiner Mutter abgeholt.
Als er Zuhause war habe er seine Mutter immer beleidigt und habe randaliert. Er kam in ein Heim, wo er nicht sein wollte. Dann habe er das erste Mal eingesehen, dass das was er machte falsch war.

Fabian hat jeden Tag geweint. Er habe angefangen eine Zeitlang sich zu ritzen, danach kam er in eine Aussenwohngruppe, flog jedoch schnell wieder raus. Dazwischen solle er nach seinen Erzählungen auch in einer Psychiatrie gewesen sein. Dort bekam er Tabletten, die seiner Meinung nach nicht halfen. Die Tabletten wollte er absetzen, er durfte es nicht. Es hieß Fabian gehe dann auf eine Fahrradtour.

Nach der Aussenwohngruppe ging er in die Jugendhilfe Spurwechsel. Dann musste er ins Ausland. Zur Zeit lebe er in Tschechien. Er dürfe dort nicht mehr machen was er will, ihm soll man dort sogar mit Schlägen gedroht haben. Weiter klagt er, das er immer Schule machen müsse, sogar arbeiten müsse er, sonst bekomme er Schläge.

Das Jugendamt gestattete Fabian nicht mehr nachhause zu gehen. Im Jahr durfte er seine Mutter viermal im Jahr sehen. Um sechs Uhr musste er Zuhause sein. Zum Essen habe er immer mit Absicht schlechtes Essen und was süßes hätte er auch nicht bekommen, aber die andern Kinder schon, weiter durfte er auch selten was süßen trinken. Ich muss jeden morgen bis zehn Uhr warten für zu frühstücken. Ich werde den halben Tag alleine gelassen.

Fabian mache alleine eine Fernschule oder ihm w sein Fahrrad weg genommen, er schaffe es fast nicht. In Letovice Kladoruby lebe er mit einem zwei, vier und acht jährigen zusammen. Die Kinder würde man den ganzen Tag schlagen.

Seine Mutter wird gar nicht wahr genommen. Fabian schickt fast täglich SMS an seine Mutter.

Fabians Mutter dazu: „Fabian ist etwa ein halbes Dutzend mal vor dem Unterricht weggelaufen, einmal hat er Zigaretten geklaut. Es war teilweise recht schwierig mit ihm, das stimmt. Doch nun wird Fabian wie ein Intensivstraftäter-Kind behandelt.“

Das Jugendamt hüllt sich in Schweigen.

red.zbs.